Neues im Immobiliensteuerrecht

Neues im Immobiliensteuerrecht

 

Seit dem Vorjahr gelten im Immobiliensteuerrecht wesentliche Neuerungen. Wir haben für einen guten Start in das neue Steuerjahr die wichtigsten Änderungen für Sie noch einmal zusammengefasst.

 

Gebäudeabschreibung und Grundanteil

Bei der Gebäudeabschreibung wird nunmehr ein einheitlicher steuerlicher Satz von 2,5 Prozent neu vorgeschrieben, wenn die Immobilie im Betriebsvermögen steht. Bei der Vermietung zu Wohnzwecken wird eine Absetzung für Abnutzung von 1,5 Prozent anstatt bisher von 2,0 Prozent neu angewendet. Das gilt auch für sonstige Gebäudeteile auch wenn diese nicht unmittelbar für Wohnzwecke dienen. Für Garagen und Abstellplätze wird die Absetzung für Abnutzung von 2,5 Prozent angewendet.

Für den außerbetrieblichen Bereich wird seit dem Vorjahr grundsätzlich ein Grundanteil von 40 Prozent vorgegeben, außer ein offenkundiges Abweichen der tatsächlichen Verhältnisse oder ein Gutachten lässt einen anderen Verteilungsschlüssel zu.

 

Grunderwerbs- und Immobilienertragsteuer

Die Bemessung der Grunderwerbssteuer wird ebenfalls neu definiert. Unterschieden wird zwischen unentgeltlich wie Erbschaft oder Schenkung, teilentgeltlich oder entgeltlich. Für den entgeltlichen Erwerb gilt der Fixtarif von 3,5 Prozent. Der Grundsatz der Gegenleistung wird unverändert beibehalten, wobei jedoch neu als Mindestbemessungsgrundlage der Grundstückswert herangezogen wird.

Bei Erbschaft und Schenkungen wird sowohl ein Stufentarif eingeführt und der Grundstückswert anstelle des Einheitswertes abgestellt. Der Grundstückswert kann zum Beispiel entweder von der Summe des ganzen oder anteiligen dreifachen Bodenwertes und des ganzen oder anteiligen Gebäudewertes oder vom Immobilienpreisspiegel abgeleitet werden. Der Stufentarif definiert eine Grunderwerbssteuer zwischen 0,5 und 3,5 Prozent je nach Höhe des Grundstückswertes.

Die Immobilienertragsteuer wird von 25,0 auf 30,0 Prozent angehoben und der Steuersatz von 30,0 Prozent wird auch auf „Altfälle“ ausgedehnt.

Bitte beachten Sie, dass diese Informationen nur einen groben Überblick über wesentliche steuerliche Änderungen geben sollen und keinesfalls das Beratungsgespräch bei der Steuerberaterin oder dem Steuerberater Ihrer Wahl ersetzen können.

 

 

Jänner 2017, Bild Jorg Hackemann, www.shutterstock.com