Byzanz und der Westen

Byzanz und der Westen

 

Die Schallaburg ruft heuer eine faszinierende Geschichte ins Gedächtnis. Zwei Welten, die einander vertraut und doch in vielem so fremd waren: Byzanz und der Westen. Raiffeisen ist Hauptsponsor der Ausstellung.

Im Mittelalter entstehen auf den Trümmern des weströmischen Reiches eine Vielzahl neuer Staatsgebilde, während das oströmische Reich mit seiner Hauptstadt Konstantinopel zum Weltreich aufsteigt. Lange Zeit gilt es im Westen als prestigeträchtig, an der Kultur der Byzantiner teilzuhaben.

 

Das Ende einer Erfolgsstory

Die Schallaburg zeigt atemberaubende Kunstwerke und bedeutende archäologische Funde aus namhaften Sammlungen wie dem Musée du Louvre, der Schatzkammer von San Marco in Venedig oder dem Israel Museum in Jerusalem.

Politische und religiöse Differenzen, Sprachbarrieren und entgegengesetzte Interessen belasten zunehmend die Beziehung zwischen Byzanz und dem Westen. Die Kluft wird immer tiefer. Beide Seiten schüren vorhandene Vorurteile und heben die trennenden Elemente ihrer Kulturen hervor. Ein fatales Spiel, das schließlich mit dem Untergang der einstigen Supermacht Byzanz endet.

 

Eine chronologische Zeitreise

Die Erzählung in der Ausstellung setzt am Ende des vierten Jahrhunderts bei der Teilung des Römischen Reiches in West und Ost ein und erstreckt sich über tausend Jahre, in denen sich das Verhältnis zwischen dem Westen und Byzanz massiv verändert.

Die Plünderung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer 1204 leitet den Untergang der einstigen Supermacht ein. 1453 wird Konstantinopel schließlich durch die Osmanen erobert. die Geschichte von Byzanz und dem Westen kommt zum Abschluss. In der Ausstellung mündet sie in ein offenes Ende: Beispielhaft wird gezeigt, wie Byzanz Europa bis heute prägt – besonders rund um das Mittelmeer.

Die Ausstellung zeigt nicht nur die Geschichte zweier Welten, sondern erzählt über Kommunikation und gegenseitige Wahrnehmung, Meinungsverschiedenheiten und Vorurteile, über Sehnsüchte und Ängste – eine universale Erzählung der Menschheit!

 

Schallaburg (Homepage)

 

April 2018, Bild Schallaburg, Angelo Monne